Die Aufgabenstruktur der Landkreise und der Region Hannover

Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) hat die finanziellen Belastungen der kommunalen Gebietskörperschaften aus den einzelnen Aufgabenkategorien (übertragener Wirkungskreis, pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben, freiwillige Selbstverwaltungsaufgaben und sonstige Kosten *) dargestellt (vgl. Schaubild 1). In die Übersicht sind dabei die sogenannten Zuschussbedarfe eingeflossen, d. h. die Ausgaben für die einzelnen Aufgabenkategorien abzüglich der Zweckeinnahmen. Für die Landkreise und die Region Hannover ergibt sich für das Jahr 2009 der Befund, dass 82,3 Prozent der finanziellen Belastungen auf pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben entfallen. Die sonstigen Kosten liegen bei 8,9 Prozent. Die Belastungen für Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises betragen nur 5,0 Prozent. Freiwillige Aufgaben werden lediglich in einem Umfang von 3,8 Prozent wahrgenommen. Dieser Befund ist umso bemerkenswerter, als die finanziellen Belastungen der Landkreise und der Region Hannover aus den Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises damit noch unter denen der kreisfreien Städte (5,6 Prozent) und der kreisangehörigen Gemeinden (5,9 Prozent) liegen.

* = Hierbei handelt es sich um die „Grundkosten“ der Verwaltung, die Voraussetzung für eine Wahrnehmung der einzelnen Aufgaben sind.


Schaubild 1: Aufgabenstruktur der Landkreise und der Region Hannover
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Wie sich die finanziellen Belastungen auf die einzelnen Aufgabenarten verteilen, ergibt sich aus Schaubild 2. Danach liegt der Anteil des Zuschussbedarfs für die soziale Sicherung (SGB II – Grundsicherung für Arbeitsuchende -, SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe -, SGB XII – Sozialhilfe – u. a.) im Jahr 2009 bei 54,5 Prozent. Weitere 21,1 Prozent entfielen auf den Bereich der Schulen. Mehr als drei Viertel der nicht gedeckten Ausgaben der Landkreise und der Region Hannover resultieren allein aus der Wahrnehmung dieser beiden großen Aufgabenbereiche. Der Anteil der übrigen Aufgaben lag im Jahr 2009 nur bei 24,4 Prozent.

Schaubild 2: Zuschussbedarfe der Landkreise und der Region Hannover
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