Niedersächsische Landkreise

Die niedersächsischen Landkreise haben eine recht unterschiedliche (Verwaltungs-)Geschichte. Durch Gesetz vom 12. Oktober 1832, die Organisation und den Wirkungskreis der herzoglichen Kreisdirektionen betreffend, wurde im Herzogtum Braunschweig ein erster Schritt zur Dezentralisierung der Staatsverwaltung in Form von sechs Kreisdirektionen getan; die heutigen Landkreise Helmstedt, Holzminden und Wolfenbüttel können also auf ein über 175-jähriges Bestehen zurückblicken.

Im ehemaligen Land Oldenburg wurde 1933 die Zahl der dort bestehenden Amtsverbände von zwölf auf sechs verringert, nämlich Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch. Einige Jahre später erhielten diese Amtsverbände die Bezeichnung Landkreise.

Der heutige Landkreis Schaumburg entstand 1977 durch die Zusammenlegung des Landkreises Grafschaft Schaumburg (1932 zur preußischen Provinz Hannover geschlagen) mit dem Landkreis Schaumburg-Lippe (1946 als Land Schaumburg-Lippe mit den Ländern Hannover, Braunschweig und Oldenburg zum Land Niedersachsen vereinigt; die beiden schaumburg-lippischen Landkreise Bückeburg und Stadthagen wurden durch Gesetz von 10. Mai 1948 mit Wirkung vom 1. April 1948 unter dem Namen „Landkreis Schaumburg-Lippe“ zusammengelegt).

Die Mehrzahl der niedersächsischen Landkreise jedoch führt ihre Geburtsstunde auf den 1. April 1885 zurück, an dem in den ehemals preußischen Landesteilen Niedersachsens die Kreisordnung für die Provinz Hannover vom 6. Mai 1884 in Kraft trat, endgültig die seit zwei Jahrhunderten bestehende hannoversche Ämterverfassung ablöste und die Entwicklung zu den Landkreisen heutiger Prägung einleitete. Das also ist der Grund, dass diese Landkreise, wenn auch in unterschiedlicher Weise und Intensität, im Jahr 2010 mit gewissem Stolz auf ihr 125-jähriges Bestehen zurückgeblickt haben, zurückblicken.

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